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Gestalt- & Tiefenpsychologie - die Hintergründe verstehen und kreativ sein
Grundverständnis


Als Gestaltpsychologie wird eine Richtung innerhalb der Psychologie bezeichnet, die die menschliche Wahrnehmung als Fähigkeit beschreibt, Strukturen und Ordnungsprinzipien in Sinneseindrücken auszumachen. Gestaltpsychologie (von Fritz & Laura Perls) eröffnet uns den Weg, unser Leben durch Ausweitung unserer Erlebens- und Verhaltensmöglichkeiten zu bereichern. Der analytische Bereich davon ist ein tiefenpsychologisch begründetes Verfahren, in dem unser gegenwärtiges Erleben und Verhalten auch von Kräften beeinflusst werden, die uns nicht bewusst sind. Das wären z. B. verdrängte Konflikte, die in der Gegenwart unbewusst weiterbestehen, weil sie in der Vergangenheit nicht abschließend aufgelöst wurden.

Sie zeichnet sich außerdem als ganzheitlich und humanistisches orientiertes Verfahren aus, das den Menschen als untrennbare Körper-Seele-Geist-Einheit betrachtet, die Interessen sowie die Würde des Menschen bewahrt und sich durch Selbstverantwortlichkeit und Entwicklungsfähigkeit auszeichnet.

Die Gestaltpsychologie arbeitet in der Gegenwart, im Hier und Jetzt, sowie an einer Veränderung des Wahrnehmungsverhaltens, der wachen Bewusstheit (Awarness). Bewusstheit bedeutet einerseits In-Kontakt-Sein mit dem was außerhalb von uns passiert und andererseits In-Kontakt-Sein mit dem, was in uns vorgeht. Wenn wir diesen direkten Kontakt vermeiden, indem wir auf Gedanken, Phantasien, Befürchtungen oder Wunschträume ausweichen, verlieren wir den Zugang zu unseren wahren Bedürfnissen.

Die Tiefenpsychologie (von Sigmund Freud) fasst alle
psychologischen und psychotherapeutischen Ansätze zusammen, die den unbewussten seelischen Vorgängen einen hohen Stellenwert für die Erklärung menschlichen Verhaltens und Erlebens beimessen. Die zentrale Vorstellung der Tiefenpsychologie ist, dass „unter der Oberfläche“ des Bewusstseins in Tiefenschichten der Psyche weitere unbewusste Prozesse ablaufen, die das bewusste Seelenleben stark beeinflussen.

Das bedeutet, dass frühere negative Erlebnisse Einwirkungen bzw. Nachwirkungen im jetzigen Leben haben können. Über Ursachenforschung und der klassischen Psychoanalyse wird dem auf den Grund gegangen. Durch Darlegen der Zusammenhänge, dem sogenannten Trauma von früher mit der Hier- und Jetzt-Thematik, sollen diese Verknüpfungen wieder gelöst, gegebenfalls mit einer Neukonditionierung neutral ausgerichtet werden.

 
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